10.01.2014

ASH 2013: Myelodysplastische Syndrome

Myelodysplastische Syndrome (MDS) sind klonale hämatopoetische Systemerkrankungen mit sehr heterogenen klinischen und prognostischen Eigenschaften. Die verschiedenen Formen der MDS lassen sich morphologisch und anhand typischer genetischer Veränderungen differenzieren, was prädiktiv für den klinischen Verlauf der Erkrankung ist und zu neuen, prognostisch relevanten Klassifikationen führt (z. B. IPSS-Score-Update) [1,2,3].Gerade durch den Einsatz kombinierter moderner Methoden zum Nachweis genetischer Veränderungen wie Chromosomenanalysen, die Polymerasekettenreaktion (PCR) und Hochdurchsatz-Sequenzierungen (NGS) lassen sich patienten- oder subtypenspezifische Polymorphismen einzelner Nukleotide (SNPs), Variationen in der Kopienzahl (CNVs) oder individuelle Mutationen nachweisen, die prognostisch relevant sind oder für den Nachweis minimaler Resterkrankung im Verlauf der Erkrankung verwendet werden können [4].

Ein großer Teil der diesjährigen Beiträge befasste sich mit der pathogenetischen und prognostischen Rolle neu entdeckter Mutationen für den Krankheitsverlauf. Der Fokus der klinisch orientierten Beiträge lag vor allem auf der Optimierung der Therapie mit Azacitidin als Monotherapie oder in Kombination mit einem zweiten Medikament wie Vorinostat oder Lenalidomid – mit dem Ziel, das Ansprechen zu verbessern. Zudem wurde Azacitidin in verschiedenen, meist prognostisch ungünstigen MDS-Subgruppen spezifisch getestet. Fortsetzung fand auch die Diskussion, wie Azacitidin im Rahmen der allogenen Blutstammzelltransplantation möglichst optimal einzusetzen ist. Neue Substanzen zur Behandlung der MDS wurden nicht vorgestellt.


Den vollständigen Artikel von Dr. med. Thomas Schröder, Universitätsklinikum Düsseldorf  lesen Sie unter:

www.hematooncology.com

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